Dienstag, 6. November 2012

(PRO ORIENTE) SYRIEN: Christen zwischen den Fronten

Damaskus, 05.11.12 (poi) Im syrischen Bürgerkrieg wollten die meisten Christen neutral bleiben; trotzdem – oder vielleicht gerade deswegen – werden sie zunehmend Opfer von Gewalt und Verfolgung. Dies geht aus den jüngsten Berichten aus Syrien hervor. So teilte der syrisch-orthodoxe Erzbischof der Jazira, Metropolit Mar Eustathios Matta Roham, am Montag mit, dass die syrisch-orthodoxe Marienkirche in Der-es-Zor am Euphrat vor wenigen Tagen bei einem Sprengstoffanschlag schwer beschädigt wurde. Die syrisch-orthodoxe Kommunität in der historisch bedeutsamen Stadt hatte zehn Jahre (1994 bis 2004) hart gearbeitet, um die Marienkirche und die benachbarte „Al Wahda“-Schule zu bauen. „Die Kriminellen haben dieses großartige Werk in weniger als einer Minute zerstört“, so die deprimierte Feststellung von Mar Eustathios, der erst vor kurzem in Wien zu Gast war: „Ich hätte nie gedacht, dass ich ein solches E-Mail und solche Bilder an die Freunde in Österreich schicken muss“. Der Metropolit erinnerte zugleich daran, dass die syrisch-orthodoxe Kommunität bereits im Sommer die Stadt wegen der heftigen Kämpfe verlassen hatte. Die meisten Familien übersiedelten damals nach Hassake, wo Mar Eustathios Matta Roham seinen Sitz hat. Weiter auf PRO ORIENTE

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