Samstag, 3. November 2012

ORF: Morgen, Papstwahl in Kairo

Künftiger Kopten-Papst muss hohe Erwartungen erfüllen

Die Kandidaten, (Foto: Reuters, Mohamed Abd El Ghany)
Ein Kind mit verbundenen Augen entscheidet am Sonntag in Kairo über das weltweite Oberhaupt der koptisch-orthodoxen Kirche. Politischer Druck hat zur Vorverlegung des Wahltermins um einen Monat geführt.
Ein Kind mit verbundenen Augen wird am Sonntag in der Kairoer Markuskathedrale den nächsten Papst-Patriarchen der koptisch-orthodoxen Kirche auswählen. Aus einem Gefäß entnimmt es ein gefaltetes Papier mit einem von drei Namen; so fällt das Los über das künftige Oberhaupt der Kopten weltweit, deren Zahl realistisch zwischen rund acht bis mehr als zwölf Millionen geschätzt wird.

Politischer Druck

Die Wahl des Nachfolgers für den im März verstorbenen Patriarchen von Alexandria und ganz Ägypten, Papst Shenouda III., wurde kurzfristig um einen Monat vorgezogen. Denn die koptische Gemeinde steht politisch mehr denn je unter Druck. Man hat dem greisen Shenouda III. vorgeworfen, im Arabischen Frühling zu vorsichtig gewesen zu sein. Tatsächlich hatte der 88-Jährige immer wieder gewarnt, für seine Christen könne es nach einer Vertreibung von Staatspräsident Hosni Mubarak noch schlimmer kommen, als es für die diskriminierte Minderheit eh schon war. Weiter auf ORF

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