Dienstag, 6. November 2012

ORF: Bulgarisch-orthodoxer Patriarch gestorben

EPA/Vassil Donev
Der Patriarch der bulgarisch-orthodoxen Kirche Maksim
Nach mehr als vier Jahrzehnten an der Spitze der bulgarisch-orthodoxen Kirche ist Patriarch Maksim Dienstagfrüh im Alter von 98 Jahren gestorben. Er sei am frühen Morgen „zu Gott gegangen“, teilte die Bischofskonferenz des Landes mit.
Die Gläubigen seien „mit Trauer über den schweren Verlust erfüllt“. Der am 29. Oktober 1914 geborene Maksim war im Jahr 1970 im Alter von 56 Jahren zum obersten Repräsentanten der bulgarisch-orthodoxen Kirche gewählt worden. Von den rund 7,5 Millionen Bulgaren sind heute 80 Prozent orthodox, etwa zehn Prozent gehören der muslimischen Glaubensgemeinschaft an. Nur weniger als ein Prozent sind Katholiken.

Kirche und Kommunismus

Vor ihrem Sturz im Jahr 1989 kontrollierte und schikanierte die kommunistische Staatsführung die bulgarischen Gläubigen. Nach dem Ende des Kommunismus bekämpfte Maksim Zersetzungstendenzen innerhalb der Kirche und erreichte letztlich wieder deren Einigung. Der Vorsitzende der Orthodoxen Bischofskonferenz in Österreich, Arsenios (Kardamakis), würdigte die Bemühungen des verstorbenen Patriarchen um die Einheit der Kirche und des bulgarischen Volkes in schwierigen Zeiten. Es sei ihm gelungen, die Menschen in der Zeit des Kommunismus im Glauben zu stärken und nach der Wende die Einheit der Kirche zu erhalten. Weiter auf ORF

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen