Donnerstag, 22. November 2012

Ökumene: Papstamt im Zentrum katholisch-orthodoxer Beratungen



prokschi
Mit dem Zweiten Vatikanischen Konzil (1962-65) und seinen folgenden Interpretationen und Auswirkungen auf katholischer und orthodoxer Seite befassten sich die Mitglieder des gemeinsamen orthodox-katholischen Arbeitskreises St. Irenäus auf ihrer nunmehr schon neunten Tagung im norditalienischen Kloster Bose. Dem Arbeitskreis gehören 26 Theologen - 13 orthodoxe und 13 katholische - aus mehreren europäischen Ländern und den USA an. Mitglieder aus Österreich sind der Grazer Theologe Prof. Basilius Groen und der Wiener Ostkirchenexperte Prof. Rudolf Prokschi.

Der Arbeitskreis wurde 2004 in Paderborn (Deutschland) gegründet und kam seither zu Treffen in Athen (Griechenland), Chevetogne (Belgien), Belgrad (Serbien), Wien (Österreich), Kiev (Ukraine), Magdeburg (Deutschland) und St. Petersburg (Russland) zusammen. Mit der Tagung in Biose setzte der Arbeitskreis seine Gesprächsreihe fort, die in einem chronologischen Durchgang durch die Kirchengeschichte versucht, die Entwicklung des Verhältnisses von Primat und Synodalität in der orthodoxen und in der katholischen Kirche zu analysieren.

Im norditalienischen Kloster Bose (Piemont) leben insgesamt rund 80 Ordensschwestern und -brüder, die verschiedenen Kirchen angehören. Gegründet wurde die monastische Gemeinschaft vom italienischen katholischen Theologen Enzo Bianchi, der sich 1965 in Bose ansiedelte. 1968 schlossen sich ihm die ersten Brüder und Schwestern an.

Die nächste Tagung des Irenäus-Arbeitskreises wird im November 2013 in Thessaloniki stattfinden.

Das Abschlusskommunique der Tagung von Bose im Wortlaut:

Der Gemeinsame orthodox-katholische Arbeitskreis St. Irenäus kam vom 31. Oktober bis zum 4. November 2012 zu seiner 9. Jahrestagung im norditalienischen Kloster Bose zusammen. Im Namen der Monastischen Gemeinschaft von Bose, der Brüder und Schwestern aus verschiedenen Kirchen angehören, begrüßte ihr Prior, Enzo Bianchi, die Mitglieder des Arbeitskreises und wünschte der Tagung einen fruchtbaren Verlauf. Die täglichen Gebetszeiten der Gemeinschaft von Bose boten eine geistliche Atmosphäre, die von allen Teilnehmern als bereichernd empfunden wurde. Das ökumenische Engagement der Gemeinschaft von Bose wurde auch vom zuständigen Ortsbischof, Bischof Gabriele Mana von Biella, gewürdigt, der im Namen der Italienischen Bischofskonferenz ein Grußwort an die Mitglieder des Arbeitskreises richtete. Weiter auf http://www.oekumene.at

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