Mittwoch, 14. November 2012

KATH.NET: Koptischer Papst: Verfassung muss Christen berücksichtigen

Tawadros II.: Vielfalt ist Stärke – Kirchenmitglieder sollen politisch aktiv werden


Kairo (kath.net/ idea.de) – Ägypten sollte eine Verfassung bekommen, die alle Bevölkerungsgruppen berücksichtigt – Muslime und Christen. Diesen Wunsch hat das neue geistliche Oberhaupt der koptisch-orthodoxen Kirche, Tawadros II., zum Ausdruck gebracht. Vielfalt sei eine Stärke, sagte der 60-Jährige. Wenn sich in der neuen Verfassung jeder Bürger wiederfinden könne, werde Ägypten Fortschritte machen; wenn nicht, gebe es Rückschritt, so Tawadros gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. Die Versammlung, die eine neue Verfassung erarbeitet, wird – wie auch das Parlament – von Islamisten dominiert. Viele Christen befürchten, dass das islamische Religionsgesetz, die Scharia, einen zu hohen Stellenwert erhält und es zu stärkeren Diskriminierungen von Minderheiten kommt. Dann werde die Kirche Beschwerde gegen den Verfassungsentwurf einlegen, sagte Tawadros. Eine aktive Rolle der Kirche in der Politik lehnte er ab, rief aber die Kirchenmitglieder zu stärkerem gesellschaftspolitischen Engagement auf.  Weiter auf Kath.Net

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