Donnerstag, 1. November 2012

Kardinal Sandri: Die Ostkirchen sind die 'lebendigen Zeugen der Anfänge'


Ein Interview mit Kardinal Leonardo Sandri, Präfekt der Kongregation für die orientalischen Kirchen


Rom (kath.net/Bistum Basel) „All diese Situationen des Verfalls und der Ablehnung der Würde der menschlichen Person in der Welt kommen von der Gottesfinsternis.“ Das sagte Kardinal Leonardo Sandri (siehe Foto), Präfekt der Kongregation für die orientalischen Kirchen, in einem Interview mit dem Bistum Basel. Die „orientalischen“ Kirchen sind die mit Rom unierten katholischen Ostkirchen, die die Liturgie und auch weitgehend die Disziplin der Orthodoxie beibehalten haben. Das Interview wurde im Rahmen der Bischofssynode in Rom geführt.


Eminenz, diese Synode befasst sich mit einem sehr wichtigen Thema. Wie müsste die Neuevangelisierung für Europa und für die orientalischen Kirchen aussehen?

Das „Instrumentum laboris“ wie auch die zahlreichen Beiträge in der Aula, wollten nicht neue Formeln oder Hinweise geben, sie riefen uns vielmehr dazu auf, das Geschenk des Glaubens neu zu entdecken, sowie das, was wichtig ist im Leben der christlichen Gemeinschaften und der Universalkirche. Ich selbst fühlte, dass ich den Rahmen, der vom Heiligen Vater am Anfang der Apostolischen Exhortation über die Synode der Kirchen im Nahen Osten wieder in Erinnerung gerufen wird, erneut anbieten musste: die Verkündigung des Wortes, der Dienst der Nächstenliebe, die Eucharistie und die Sakramente, das Gebet. Dies dient als Einsatz zur Reinigung und zur Konversion aller.

Die orientalischen Kirchen sind die „lebendigen Zeugen der Anfänge“, wie es auch im Dekret Orientalium Ecclesiarum des Zweiten Vatikanischen Konzils anerkannt wird.

Papst Benedikt definierte sie als „Überbringer der christlichen Authentizität für die ganze Kirche, die nur mit Sicherheit in die Zukunft schauen kann, wenn das, was seit dem Anfang existiert, verankert bleibt“.Weiter auf KAT.NET

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