Montag, 29. Oktober 2012

PRO ORIENTE--SYRIEN: Christen immer stärker von Gewalt betroffen

Syrisch-orthodoxer Metropolit Mar Gregorios Yohanna Ibrahim: „Es zerreißt einem das Herz, wenn man hilflos mitansehen muss, wie unser geliebtes Aleppo und andere syrische Städte und Dörfer zu Schlachtfeldern werden“


Damaskus, 25.10.12 (poi) Die Christen sind immer stärker von den bürgerkriegsähnlichen Auseinandersetzungen in Syrien betroffen. Der syrisch-orthodoxe Metropolit von Aleppo, Mar Gregorios Yohanna Ibrahim, hat in einem an „Pro Oriente“ übermittelten Kommunique festgestellt, dass es in der Geschichte der syrischen Millionenstadt noch nie ein „solches Ausmaß von Gewalt und Zerstörung“ gegeben habe wie jetzt. Bis vor kurzem habe es in der Stadt nur „Zuneigung, Toleranz und gesunde Ko-Existenz“ gegeben. Wörtlich stellte der Metropolit fest: „Es zerreißt einem das Herz, wenn man hilflos mitansehen muss, wie unser geliebtes Aleppo und andere syrische Städte und Dörfer zu Schlachtfeldern werden. Niemand kann über den Trümmern dieser Ruinen und Sakrilegien die Flagge des Sieges entrollen“. Zugleich hat Mar Gregorios Yohanna Ibrahim an die Freunde seiner Kirche in aller Welt zum Gebet dafür aufgerufen, dass die innersyrischen und internationalen Bemühungen um einen dauerhaften Waffenstillstand zum Erfolg führen. Er hoffe, dass das islamische Opferfest (Id al-Adha), das am Freitag begangen wird, „allen Menschen in Syrien Waffenruhe und Einigkeit“ bringen möge, damit das Land endlich wieder in den Genuss von „Ruhe und Frieden“ komme.

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