Dienstag, 30. Oktober 2012

PRO ORIENTE--DEUTSCHLAND: Aramäer und Armenier kritisch zum Erdogan-Besuch

Christliche Dachverbände verweisen auf minderheitenfeindliche Tendenzen in der aktuellen Politik Ankaras

armenisches Kreuz

Berlin, 29.10.12 (poi) Der „Bundesverband der Aramäer in Deutschland“ hat am ontag im Hinblick auf den bevorstehenden Deutschland-Besuch des türkischen Premiers Recep T. Erdogan die Korrektur des türkischen Geschichtsbuchs für die 10. Schulstufe eingemahnt. Die syrisch-orthodoxen Christen hatten sich bereits Ende 2011 an die deutsche Regierung und den Bundestag gewandt, weil in dem Schulbuch die Aramäer des Landesverrats bezichtigt wurden. Sie hätten aus wirtschaftlichen Gründen ab den sechziger Jahren den Tur Abdin verlassen und seien zum „Werkzeug der politischen und religiösen Interessen der westlichen Länder“ geworden. Die deutsche christdemokratische Europaabgeordnete Renate Sommer stellte im Zusammenhang mit dem Schulbuch eine parlamentarische Anfrage, worauf von türkischer Seite mitgeteilt wurde, jene Inhalte des Buches, „die zu Irritationen oder Missverständnissen führen könnten“, würden bei der Aktualisierung für das Schuljahr 2012/13 überarbeitet. Tatsächlich sei aber nichts in dieser Richtung geschehen, so der Dachverband der Aramäer. Weiter auf Stiftung Pro Oriente

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