Mittwoch, 31. Oktober 2012

KATHNET: Ägypten: Kopten haben Papstwahl abgeschlossen

Gestern haben Ägyptens 15 Millionen Christen drei Anwärter auf die Nachfolge des hl. Markus gewählt. Jetzt liegt alles in Gottes Händen. Von Michael Hesemann

Kairo (kath.net) Eine koptische Papstwahl ist nicht mit einem römischen Konklave zu vergleichen. Sie dauert länger, hat sehr viel mehr Wahlberechtigte, ein breiteres Spektrum an Kandidaten und endet mit einem Gottesurteil. Dabei folgt sie einer uralten Praxis, die noch aus apostolischer Zeit stammt und es lohnend macht, das gewiss umständliche, zugleich aber faszinierende Verfahren genauer zu betrachten.
Die Kandidaten
Am 17. März 2012 verstarb Ägyptens letzter, großer Papst, Shenouda III. (1971-2012), der 117. Nachfolger des hl. Evangelisten Markus auf dem Thron des Patriarchen „von Alexandria bei Ägypten, der Pentapolis (Libyen) und ganz Afrika“, wie sein offizieller Titel lautete (Seit dem 3. Jahrhundert wird das Oberhaupt der ägyptischen Christen auch als „Papst“ bezeichnet, gut ein Jahrhundert vor dem Bischof von Rom). Erst nach seiner Bestattung in einem Wüstenkloster im Wadi Natrun und einer vierzigtägigen Trauerzeit begann die koptisch-orthodoxe Kirche mit den Vorbereitungen zur Wahl seines Nachfolgers.
Das Verfahren dazu ist kompliziert. Geregelt wird es durch die zweitausendjährige Tradition und ein Präsidentendekret aus dem Jahr 1957. Gewöhnlich dauert der Wahlprozess mindestens drei Monate.   Weiter auf Kathnet

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